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Kompetenznetzwerk.
ifu-med.de
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II.
Fehlfunktionen des Kausystems
können eine Anzahl von Problemen verursachen.
Symptome solcher Störungen können chronische Beschwerden sein wie:
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Kopfschmerzen
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Gesichtsschmerzen
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Hals-/Nackenschmerzen
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Schwindel
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Rückenschmerzen
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Schmerzen in den Kiefergelenken
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Knacken/Knirschen in den Kiefergelenken
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Taubheitsgefühl, das Gefühl von Watte im Ohr
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Tinnitus
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Ohrenschmerzen
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Eine eingeschränkte Mundöffnung/Unterkieferbeweglichkeit
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Das Gefühl, dass der „Biss“ nicht stimmt
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Schluckbeschwerden
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Kloss-im-Hals-Gefühl, Globusgefühl
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Schnarchen
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Schlaf- und Konzentrationsstörungen
Funktionelle
Störungen werden häufig durch Fehlfunktionen der Muskulatur verursacht. Wir
sprechen von einer CMD (craniomandibulären Dysfunktion), wenn die Kaumuskeln
davon betroffen sind, oder eine Fehllage des Unterkiefers besteht.
Schwierige
Lebensumstände, „Stress“ und Überforderungen können zu einer übermäßigen
Aktivität der Kaumuskulatur führen und so zu Kopfschmerzen, schmerzenden
Kaumuskeln, eingeschränkter Mundöffnung und auch Zahnschmerzen führen. In vielen
Fällen kann den Patienten mit einfachen Aufbissschienen und Aufklärung geholfen
werden. Bessern sich die Beschwerden nicht, bestehen noch andere körperliche
Probleme oder hat man das Gefühl, dass der Biss nicht stimmt, ist es mit solch
einfachen therapeutischen Maßnahmen nicht getan.
In der Regel
besteht ein Zusammenhang mit chronischen Schmerzen/Beschwerden im
Hals-/Schulterbereich und oft auch mit funktionellen Störungen im Verlauf der
Wirbelsäule, im Beckenbereich und in den Beinen. Auch kann eine sonst
beschwerdefreie Fehlfunktion des Kausystems andere Krankheitsfelder
beeinflussen. Ein solches Krankheitsbild erfordert eine ganzheitliche Diagnostik
und Therapie verschiedener Fachdisziplinen mit speziellen Weiterbildungen.
Nach
allgemeinärztlicher, zahnärztlicher und physiotherapeutischer Untersuchung wird
gemeinsam eine Diagnose gestellt und eine Therapieempfehlung ausgesprochen oder
eine weitergehende Diagnostik empfohlen.
In den meisten
Fällen wird eine Schienentherapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen
Behandlung nötig sein. Eine aus Kunststoff gefertigte Funktionsschiene wird
ganztägig im Munde getragen und muss in den ersten Wochen nach jeder
physiotherapeutischen Behandlung kontrolliert und ggf. angepasst werden.
Zusätzliche Anwendung der Ohrakupunktur kann hier wirkungsvoll unterstützen.
Nach erfolgreicher Therapie kann nach einem halben Jahr die Schiene durch
Zahnersatz oder kieferorthopädische Behandlung ersetzt werden.
In besonderen
Fällen können weitere therapeutische Maßnahmen wie Gesprächstherapie,
psychotherapeutische Schmerztherapie, Hypnose und Schmerztherapie sinnvoll sein.
Die Kosten werden
teilweise von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.
Eine solche
ganzheitliche Diagnostik und Therapie kann nur in einer intensiven
interdisziplinären Zusammenarbeit erbracht werden. Deshalb sind wir Mitglieder
im ifu-med.
Schnarchen ohne
Atemstörungen kann lästig sein, ist aber harmlos. Schnarchen mit Atemstörungen
jedoch kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Eine solche krankmachende
Schlafapnoe führt zu depressiven Stimmungen, zu Tagesmüdigkeiten, zu
Blutdrucksteigerungen, zu nächtlichen Herzrhythmusstörungen und zu einer
Belastung des Herz-Kreislaufsystems. Auch das Risiko einen Herzinfarkt oder
einen Schlaganfall zu erleiden, steigert sich erheblich und die
durchschnittliche Lebenserwartung verringert sich um 7 Jahre.
Ergeben sich
nach der Auswertung eines Fragebogens und aus dem Einsatz eines Messgerätes
Hinweise auf ein gesundheitsschädliches Schnarchen, dann wird ein
Schlafmediziner/ein Schlaflabor den Schweregrad der Störung feststellen. In
leichten Fällen kann mittels einer Schnarcherschiene geholfen werden. In
schweren Fällen sind andere Therapien angezeigt.
Handelt es sich
um ein harmloses Schnarchen, dann kann eine Schnarcherschiene dem Partner oder
der Partnerin die Nachtruhe zurückgeben.
Die anfallenden
Kosten werden in einigen Fällen auch von den gesetzlichen Krankenkassen
übernommen.
Wir führen in unserer Praxis im
Rahmen der funktionellen Behandlungen die schmerzfreie Ohrakupunktur mit einem
Laser durch. Das Ziel dieser Therapie ist es Schmerzen zu beseitigen oder zu
lindern, Bewegungseinschränkungen zu behandeln und die CMD-Schienentherapie zu
unterstützen.
Leider werden von den gesetzlichen
Krankenkassen die Kosten nicht übernommen.
Viele Menschen haben mehr oder
weniger Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung. Daher bemühen wir uns um eine
ruhige und freundliche Atmosphäre und eine verständnisvolle und schonende
Behandlungsweise. Der Patient steht im Mittelpunkt und selbstverständlich wird
auf erfüllbare Patientenwünsche eingegangen. Auch ist im Rahmen unseres ifu-med
Netzwerkes eine Behandlung in zahnärztlicher Hypnose möglich.
Die meisten Zahnerkrankungen sind
vermeidbar. Die Zerstörungen der Zähne (Karies) und des Zahnfleisches
(Parodontitis) werden überwiegend durch Bakterien verursacht. Diese sammeln sich
in einem Belag auf den Zähnen. Verhärtet sich der Belag, nennt man ihn
Zahnstein.
Die Keime im Zahnbelag können
Mundgeruch verursachen und fördern Herzerkrankungen, erhöhen das
Schlaganfallrisiko, das Risiko von Frühgeburten u.a..
Wie sind diese Erkrankungsrisiken
gering zu halten? Der Zahnbelag voller Bakterien muss entfernt werden. Das kann
durch eine optimale Mundhygiene erreicht werden. Diese umfasst die häusliche
Mundpflege, die regelmäßige Plaque- und Zahnsteinentfernung mit Politur beim
Zahnarzt und – abhängig vom Erkrankungsgrad – die Professionelle Zahnreinigung (PZR)
und die Individualprophylaxe (IP).
Der Zahnstein muss mindestens
halbjährlich entfernt werden, um das Risiko zu verringern. Anschließend sollten
die Zähne poliert werden, um den Bakterien die Neubesiedlung der Zähne zu
erschweren. Besser ist die Professionelle Zahnreinigung. Ziel der PZR ist die
vollständige Reinigung der Zähne von Belägen und Bakterien und das Entfernen von
Schmutznischen. Zeigen sich dennoch Erkrankungszeichen wie Blutungen,
Zahnfleisch -taschen oder Karies, ist es nötig, eine Prophylaxebehandlung
durchführen zu lassen. Hier werden die individuell richtigen Putztechniken und
weitere unterstützende Maßnahmen (welche Zahnpasta, Zahnseide,
Interdentalbürste, evtl. Mundspülmittel usw.) besprochen. Zusätzlich wird das
bakterielle Risiko und bei Bedarf der Säuregrad, die Pufferwirkung und die
Fließmenge des Speichels bestimmt, zudem werden die Zahnoberflächen fluoridiert,
um sie zu härten. Außerdem werden Ernährungsgewohnheiten besprochen, die einen
schlechten Einfluss auf die Mundgesundheit haben können. Ein ganz wichtiger
Bestandteil der Individualprophylaxe bleibt die Professionelle Zahnreinigung.
Ein gesundes Gebiss erspart nicht
nur viele, z.T. teure und auch unangenehme Behandlungen beim Zahnarzt, sondern
ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Allgemeingesundheit. Einige
Krankenkassen übernehmen daher anteilig Kosten für die PZR. Da der Gesetzgeber
die Bezuschussung für Zahnersatz noch mehr einschränken wird, wird guter
Zahnersatz mit erheblichen Kosten verbunden sein. Darum wird die Prophylaxe
immer wichtiger werden, um ein gesundes Gebiss zu behalten und nicht auf
Zahnersatz angewiesen zu sein.
Sind Zähne zerstört oder haben
Defekte, dann kann ihre Funktion mit Füllungen wiederhergestellt werden. Für
eine lang anhaltende Restaurierung sind im zahntechnischen Labor hergestellte
individuelle Versorgungen wie Inlays aus Keramik oder auch Gold sinnvoll.
Kleinere Defekte lassen sich gut mit Kunststoffen (Kompositen) versorgen. In der
Regel sind diese hochwertigen und langlebigen Versorgungsformen für den
gesetzlich versicherten Patienten mit Zuzahlungen verbunden.
Wurzelbehandlungen, d.h. die Behandlung von Zahnnerven können nötig werden, wenn
diese Zähne schmerzen oder abgestorben sind. Dabei werden die Zähne von innen
gründlich gereinigt, desinfiziert und gefüllt. Um auch in komplizierten
Situationen das beste zu erreichende Ergebnis zu erlangen werden häufig
computergesteuerte Geräte eingesetzt.
Leider hat der
Gesetzgeber die Erstattungsmöglichkeiten für viele Wurzelbehandlungen stark
eingeschränkt, so dass die Kosten diverser Behandlungen von den Gesetzlichen
Krankenkassen nicht übernommen werden.
In besonderen
Fällen besteht die Möglichkeit die Behandlung bei einem Spezialisten (zertifizierter
Endodontologe) vornehmen zu lassen.
Entzündetes
Zahnfleisch führt langfristig zu Knochenverlust und die Zähne fallen aus.
Verantwortlich für einen solchen Ablauf sind hauptsächlich eine uneffektive
Mundhygiene und bestimmte Bakterien. Eine Zahnfleischbehandlung bringt diesen
Prozess zum Stehen. Der erste Schritt einer solchen Behandlung ist eine
besondere Prophylaxe. Unter anderem wird der Patient in die für ihn richtige
Mundhygiene eingewiesen, die Zähne werden vollständig gereinigt und das
Gefährdungspotential durch die Bakterien wird abgeschätzt. Der Patient soll in
die Lage versetzt werden selbst für eine optimale Mundhygiene zu sorgen, denn
ohne seine beständige sorgfältige Mitarbeit werden die Zähne zukünftig nicht zu
erhalten sein. Dies Prophylaxemaßnahmen werden von speziell ausgebildeten
Mitarbeiterinnen der Praxis erbracht. Nach Abschluss der Behandlung wird
überprüft, ob weitere Maßnahmen nötig sind.
Erweist sich
die Notwendigkeit einer Zahnfleischbehandlung, dann werden in einen zweiten
Schritt unter örtlicher Betäubung die Zähne und die Zahnfleischtaschen gründlich
gereinigt. Dieses Vorgehen kann man sich als eine intensive Zahnsteinentfernung
vorstellen. Zeigt es sich nach der Kontrolle, dass weitere Maßnahmen zum
Zahnerhalt nötig sind, so werden diese in einem dritten Schritt vorgenommen.
Patienten, die an einer solchen Erkrankung des Zahnhalteapparates leiden, müssen
auch in der Folge eine sehr sorgfältige Mundhygiene betreiben und regelmäßig
Prophylaxemaßnahmen - alle drei Monate - durchführen lassen, um eine erneute
Erkrankung zu vermeiden.
Die Kosten
werden z.T. von den Versicherungen übernommen.
Kleinere chirurgische Eingriffe
wie die Entfernung von Zähnen werden in der Praxis vorgenommen. Kompliziertere
Maßnahmen und auch das Einbringen von Implantaten (künstlichen Zahnwurzeln)
werden von Spezialisten vorgenommen, die mit uns seit Jahren erfolgreich
zusammenarbeiten.
Kleinere chirurgische Eingriffe wie die
Entfernung von Zähnen werden in der Praxis vorgenommen. Kompliziertere Maßnahmen
und auch das Einbringen von Implantaten (künstlichen Zahnwurzeln) werden von
Spezialisten vorgenommen, die mit uns seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten.
Zahnersatz, funktionelle Gebißrehabilitationen
Wenn es nötig wird Zähne durch Kronen zu schützen, Zahnsubstanz zu ergänzen
oder verlorene Zähne zu ersetzen, dann arbeiten wir nach funktionellen
Grundsätzen. So können langfristig Schäden an dem Zahnersatz, am Kausystem und
auch Beschwerden wie Kopfschmerzen, Hals- und Nackenbeschwerden und Störungen in
anderen Körperregionen vermieden werden. Abhängig von der jeweiligen Situation
werden computergestützte klinische und instrumentelle Funktionsanalysen
angewandt. Ebenso wird auf die Materialauswahl geachtet: es sollten nur
verträgliche Materialien verwendet werden. Solch hochwertiger Zahnersatz kann,
unter Berücksichtigung ästhetischer Aspekte, nur in direkter Zusammenarbeit mit
entsprechend qualifizierten Zahntechnikern hergestellt werden. Dafür haben wir
ein zahntechnisches Meisterlabor an unsere Praxis angeschlossen.
Zum Schutz vor der Beschädigung
von Zähnen sind bei Sportarten mit hoher Unfallgefahr oder mit starkem
Körperkontakt Sportschutzschienen unumgänglich. Sie umfassen die Zähne und
fangen so harte Stöße auf.
Bequemer als konfektionierte
Schienen sind individuell angepasste Schutzschienen aus Silikon. Zudem bieten
sie einen besseren Schutz.
In der Regel sind die Kosten für
solche Schienen selbst zu tragen.
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